Tipps und Tricks zur Fellpflege
Das schöne, lange Fell des Havanesers gehört zu seinem besonderen Charme. Damit es gepflegt bleibt und sich der Hund wohlfühlt, braucht es jedoch regelmäßige Aufmerksamkeit und ein wenig Geduld.
Am besten gewöhnt man den Welpen schon früh ganz spielerisch an Bürste, Kamm und kleine Pflegerituale. So wird die Fellpflege nicht zur lästigen Pflicht, sondern zu einem ruhigen Moment der Nähe zwischen Mensch und Hund.
Mit der richtigen Bürste, einem guten Kamm und etwas Übung lässt sich das Havaneser-Fell gut pflegen. Wichtig ist vor allem, regelmäßig kleine Knötchen zu lösen, bevor daraus Filz entsteht. Besonders hinter den Ohren, an den Beinchen, unter dem Bauch und an den Pfoten sollte man immer wieder genauer hinschauen.
Diese Dinge haben sich bei mir in der täglichen Pflege bewährt:
Bürsten



Bürsten helfen dabei, das Fell regelmäßig zu pflegen und lose Haare zu entfernen. Wichtig ist, immer sanft zu arbeiten und nicht nur oberflächlich über das Fell zu streichen. Das Havaneser-Fell sollte bis zur Haut locker bleiben, ohne dass dabei gezogen oder gerissen wird.
Kämme


Ein guter Metallkamm gehört für mich zur Grundausstattung. Mit ihm lassen sich kleine Knötchen gut erkennen und vorsichtig lösen. Besonders an den Beinchen, hinter den Ohren und unter dem Bauch merkt man schnell, ob das Fell wirklich locker durchkämmbar ist. Praktisch ist ein Kamm mit zwei Seiten: einer feineren und einer etwas gröberen Zahnung.
Pfötchenschere und Pfötchenrasierer


Auch die Pfoten brauchen etwas Aufmerksamkeit. Wenn das Fell zwischen den Ballen zu lang wird, kann es vorsichtig gekürzt werden. Dafür eignen sich eine kleine Schere mit abgerundeten Spitzen oder ein Pfötchenrasierer. Bitte immer ruhig und behutsam arbeiten.
Krallenschere und Krallenschleifer


Die Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Wenn sie zu lang werden, kann das beim Laufen unangenehm sein und die Pfoten unnötig belasten.
Eine Krallenschere eignet sich, um die Krallen vorsichtig zu kürzen. Mit einem Krallenschleifer können die Kanten anschließend etwas geglättet werden. Manche Hunde empfinden das Schleifen auch angenehmer als das Schneiden, wenn sie langsam daran gewöhnt werden.
Wichtig ist, ruhig und behutsam zu arbeiten und lieber nur kleine Stückchen zu entfernen. Wer unsicher ist, lässt sich das Kürzen am besten einmal zeigen, damit nicht zu viel abgeschnitten wird.
Zeckenzangen

Gerade nach Spaziergängen sollte man das Fell kurz nach Zecken absuchen. Mit einer passenden Zeckenzange lassen sich Zecken vorsichtig entfernen. Danach die Stelle beobachten und bei Unsicherheit lieber den Tierarzt fragen.
Kamm für die Augen
Für den Bereich um die Augen eignet sich ein kleiner, feiner Kamm. Damit lassen sich verklebte Härchen vorsichtig lösen. Auch hier gilt: lieber ruhig und geduldig arbeiten, damit der Hund die Pflege als etwas Angenehmes kennenlernt.

Entfilzungsmesser

Ein Entfilzungsmesser kann hilfreich sein, wenn sich einmal kleine Verfilzungen oder feste Knötchen im Fell gebildet haben. Es sollte jedoch nur vorsichtig und gezielt eingesetzt werden, denn es dient dazu, Filzstellen zu lösen und das Fell dabei leicht zu trennen.
Wichtig: Die Klinge ist sehr scharf. Bitte arbeiten Sie immer ruhig, langsam und von der Haut weg, damit weder der Hund noch Sie selbst verletzt werden. Niemals grob ziehen oder mit Druck durch eine verfilzte Stelle gehen.
Am besten löst man kleine Stellen Stück für Stück und hält das Fell dabei nah an der Haut fest. Bei größeren Filzstellen oder wenn der Hund unruhig wird, ist es besser, eine Pause zu machen.